Powder und gute Wetterbedingungen lassen die FreeRider-Herzen höher schlagen. Vom sonnigen Österreich geht’s ins verschneite Kanada. Meine Kollegen Bernhard Braun und Jochen Mesle erfüllen uns einen Traum und erkunden den Neuschnee sowohl mit den Skiern als auch mit den Sleds.

 

Im ersten Teil des Abenteuertagebuchs Kanada mussten wir aus der warmen, österreichischen Landschaft flüchten, um zu Tiefschneepisten zu gelangen und frischen Schnee zu spüren. Es verschlug uns nach Kanada, wo wir gleich eine eiskalte Brise von bis zu -19 Grad willkommen hießen. Im zweiten Teil des Kanada Blogs beschreibe ich meine Erlebnisse bei der Erkundung unbefahrener Pisten und Abhänge und den ersten Aufnahmen für ihr neues Filmprojekt im Revelstoke Mountainresort in Kanada.

Durch den spontanen Aufbruch nach Kanada hatten wir keine Zeit uns vorab nach Unterkünften umzusehen, also machten wir uns gleich nach der Landung auf die Suche nach einem geeigneten Quartier. Nach der extrem langen Anreise von 30 Stunden und der ermüdenden Zeitverschiebung von 9 Stunden brauchten alle nur noch ein warmes Essen, um dann endlich in Bett fallen zu können.

 

 

Auskundschaften der Pisten

Gleich am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in das Skigebiet, um bei klirrender Kälte von -15 Grad Celsius den perfekten kanadischen Tiefschnee zu testen. Auf den atemberaubenden Bergen fanden wir schnell einige skifahrerische Projekte, die natürlich auf Film festgehalten werden mussten. Eine Menge Schnee und unverspurte Hänge ließen auf einen erfolgreichen Filmtrip hoffen. Am zweiten Tag ging’s dann samt Kamera ab ins Skigebiet.

Für Jochen und Bernhard war das nicht der erste Besuch in Revelstoke, sie freuten sich daher schon auf ein Wiedersehen mit ihren kanadischen Bekanntschaften. Dazu zählt Oli, ein echter Kanadier, der seine Zeit im Winter mit Sledden (Skidoo fahren) und Skifahren verbringt. Er kennt in der Umgebung von Revelstoke annähernd jede noch so unbekannte Ecke, wo man Pillowlines zum Skifahren finden kann.

Die Erfüllung eines lang ersehnten Traums

Am dritten Abend besuchte uns Oli in einem kanadischen Pub und hatte einige Ideen, wo er uns mit den Sleds hinbringen könnte. So musste sich die gesamte Crew Sleds ausleihen – ein Kindheitstraum ging in Erfüllung: Sledden in der kanadischen Pampa. 🙂

Wie bei jedem Vorhaben in den Bergen muss man die klimatischen Verhältnisse einplanen. Laut Wetterbericht sollte es am fünften Tag der Reise einen drastischen Temperaturanstieg geben, allerdings nur ab ca. 1.500 Höhenmeter. Diese Wettersituation nennt man “inverser Temperaturanstieg“. Das heißt, ab einer gewissen Seehöhe steigt die Temperatur, weiter unten bleibt es jedoch kalt. Die damit verbundene Schwierigkeit besteht also darin, Zonen zum Skifahren zu finden, die in optimaler Höhe liegen und sich durch genügend Schnee und eine kühle Witterung auszeichnen.

Nach langer Diskussion haben wir einige gute Zonen auf der Karte entdeckt, in denen Skifahren möglich ist. Die Distanz zwischen Straße und den einzelnen Spots betrug zwischen 13 und 20 Kilometer, die mit den Sleds zurückgelegt werden mussten. Die Entfernung musste jedoch nicht auf einer Straße, sondern in unwegsamem Gelände, das zum Teil auch noch unbefahren war, zurückgelegt werden. Ein spannendes Abenteuer, für das sich die beschwerliche Reise nach Kanada auf jeden Fall bezahlt gemacht hat.

Nach den ersten fünf Skitagen, drei Tage im Resort und zwei Tage beim Sledden, machte sich  langsam Erschöpfung breit. Der Tag, der für Aufnahmen der wunderschönen kanadischen Landschaft eingeplant war, kam gerade recht, um die müden Beine auszurasten. An diesem Ruhetage wurde auch die Basis gewechselt – vom Motel in das Sutton Place Hotel. Das Revelstoke Mountainresort ging für die letzten acht Tage des Aufenthalts mit FreeRidersLife eine Kooperation ein, und unterstütze die Jungs mit Unterkunft und Infrastruktur.

Die darauffolgenden Tage waren in unseren Augen die schönsten der gesamten Reise. Sie waren mit den Sleds unterwegs, der trockene Schnee wurde vom leichten Wind in die Höhe gewirbelt und begann in der orangefarbenen Sonne zu schimmern. „Ich glaube, ich bin noch nie in einem so schönen Licht, bei so guten Schneebedingungen Ski gefahren“. Von den Abfahrten hatte man teilweise einen wunderschönen Blick auf den darunterliegenden Stausee, der aber immer wieder von einem Meer aus Wolken verdeckt wurde.

Nach einer zweiwöchigen Reise, wunderschönen Skitagen mit perfektem Licht und traumhaftem Schnee mussten wir Kanada leider wieder verlassen und nach Österreich zurückkehren. Doch eine gute Nachricht gab es: Bei der Ankunft wird endlich heimischer Schnee auf uns warten.

“Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns bei dieser Reise so tatkräftig unterstützt haben”:

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