Zum Freeriden braucht es Schnee, und wenn der in Österreich auf sich warten lässt, muss man anderswo danach suchen.

 

Nach langer Wartezeit auf den Schnee in Österreich habe ich mit meinen FreeRidersLife-Kollegen und Freunden Bernhard Braun und Jochen Mesle beschlossen nach Kanada, Revelstoke Mountain Resort, zu reisen. Dort finden sich optimale Bedingungen, um für unser neues Filmprojekt zu filmen und um  endlich wieder guten Schnee unter unsern Skiern zu haben.

Skiparadies Österreich? Bitte warten!

Das Jahr 2015 zeichnete sich in Österreich durch Rekordtemperaturen aus, die auch zum Winterbeginn nicht nachließen. Mitte Dezember gab es noch immer Plusgrade und die Adventzeit verbrachte man großteils im T-Shirt. Die Pisten der Skigebiete, in denen die Schneekanonen Hauptangestellte waren, sahen aus wie weiße Teppiche durch grüne Wiesen und Wälder. Kühe standen wieder auf der Weide und Blumen begannen wieder zu blühen.

Kanadische Temperaturen – da schlägt das Freerider-Herz höher

Im November begannen hier die Temperaturen unter null Grad zu sinken und dank El Niño, fing es schon vor Weihnachten an über einige Wochen lang ausgiebig zu schneien. Genauso wie es eigentlich im Winter sein sollte: 4,5m Schnee.

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Schneller Aufbruch und eisige Ankunft

Mit diesem Wissen im Hinterkopf und dem Gefühl des Wartens auf den Schnee wurden wir immer ungeduldiger und beschlossen, schlussendlich am 22.12. nach Kanada zu fliegen. Prompt wurde der Flug gebucht, Sachen gepackt, der Weihnachtsabend bei der Familie verbracht und ab ging’s am 25.12., früh am Morgen, von Innsbruck nach Calgary. Hört sich anfangs sehr einfach an, doch so kurzfristig eine Reise dieser Art mit Kameramann und Kooperationen vor Ort zu organisieren, kann schon ein schwieriges Unterfangen sein. Doch die Aussicht, bald guten Schnee mit den Skiern befahren zu können, macht alles halb so schlimm.

Schon beim Blick aus dem Flugzeug auf kanadischen Boden wurde uns bewusst, dass sie im Winter gelandet waren. Bei -19 Grad Außentemperatur und trockener Luft (eine Temperaturdifferenz von 32 Grad innerhalb von 22 Stunden) fiel uns schwer ohne Schmerzen im Hals zu atmen. Deshalb wurde umgehend ein Mietwagen organisiert, in dem die fünfstündige Fahrt nach Revelstoke Mountain Resort angetreten werden konnte. Von Calgary aus ging es in Richtung Westen über den Rogers Pass nach Revelstoke.

Kanada in seiner natürlichsten Form ist ein besonderes Erlebnis

Die kanadische Landschaft mit ihren Flüssen und endlosen Wäldern birgt noch unerforschte Orte, an welche bis jetzt noch keine bzw. wenige Menschen vorgedrungen sind. Tourenski alleine würden nicht ausreichen, um die Weiten dieser Landschaft zu überwinden. Um hier die besten Abfahrten zu erreichen, muss man sich mit technischen Mitteln weiterhelfen. Der einfachste Weg wäre im Skigebiet die Liftanlagen zu benutzen und von dort aus mit den Tourenski weiter zu wandern. Doch wenn man in Kanada ganz abseits von Menschen fahren möchte, gibt es das Cat Skiing (der Bergaufstieg mit einer Pistenraupe), das Sledden (mit einem Ski-Doo auf freigegebenen Wegen in das Gelände vordringen) oder die teurere Variante, das Heliskiing (aus einem Helikopter springen und unbefahrene Pisten bezwingen).

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