Aufgrund von schlechtem Wetter sind wir gezwungen, unseren Filmdreh zu unterbrechen. Die Wartezeit verbringen wir in der Stadt Srinagar. Was das wir dort erlebt haen und ob es doch noch zu Filmaufnahmen im Indischen Kaschmirgebirge kam, erfährt Ihr im letzten Teil des Indien-Tagebuchs.

Nach einer aufstiegsreichen Woche mit den Tourenski im Himalaya Gebirge wurde das Wetter eher bescheiden. Es folgten 10 lange Tage des Wartens auf bessere Bedingungen am Berg. Die Lawinensituation verschlechterte sich aufgrund der warmen Temperaturen von -1° bis +2° drastisch. Spontan ausgelöste Lawinen verursachten im oberen Bereich des Mount Apharwat  Abrisskanten von bis zu drei Metern Höhe und 300 Metern Länge. Unvorstellbar wie die Naturgewalten in so großen Höhen (4.600 Höhenmetern) ihr Werk ohne Rücksicht auf Verluste vollbringen.

Srinagar: Kultur, Cricket und Nächte im Hausboot

Um uns während dem Warten ein wenig zu entspannen, machten wir uns auf den Weg nach Srinagar. Dort stand für uns eine Unterkunft der besonderen Art bereit: Eines der über 1.000 Hausboote am Dal See. An so einem Ort zu übernachten gehört zu den Dingen im Leben, die man nicht vergisst.

Da bei einer Reise in ein fremdes Land mit einer so konträren Lebensart das Kennenlernen der Kultur nicht zu kurz kommen darf, besuchten wir natürlich auch die Innenstadt von Srinagar. Für die Bewohner ist es sehr ungewöhnlich Menschen aus dem Westen zu sehen und so streiften uns immer wieder die neugierigen Blicke der Einwohner. Auch dass wir einfach angesprochen wurden, passierte nicht selten. Ungewöhnlich an der Stadt war auch, dass in den vielen Parks immer wieder Kinder aber auch Erwachsene beim Cricket spielen anzutreffen waren.

Der lang ersehnte Anruf

Nach 4 Tagen in Srinagar und 6 Tage des Wartens in Gulmarg wurde das Wetter wieder besser und die Chancen, dass wir mit dem Helikopter in die alpine Zone fliegen konnten, stiegen. Vier Tage vor unserer Abreise erhielten wir den lang ersehnten Anruf mit der Nachricht, dass die Bedingungen für das Helifliegen am nächsten Tag gut sein würden. Um 6:00 morgens begaben wir uns also zur Helibase, wo wir um 8:30 abhoben.

Das Gelände, das wir in dieser Zone auf 5.500 Höhenmeter vorfanden, war atemberaubend: wahnsinnig große und hohe Berge und Abfahrten, die länger nicht sein konnten. Die Dimensionen waren riesig – gefühlte zehn Mal größer als zu Hause in Österreich. Die Distanzen, die mit dem Helikopter überwunden werden mussten, betrugen bis zu 15 Minuten. Mehr braucht man zu den Abfahrten wohl nicht zu sagen, die Bilder sprechen unserer Meinung nach für sich. Diese gibt es dann auch in unserem neuen Filmprojekt, das im Oktober 2015 veröffentlicht wird, in bewegter Form zu sehen.

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