Nach den ersten Tagen in Gulmarg und eindrucksvollen Momenten im Himalaya Gebirge machten wir uns daran, Gebiete für unser neues Filmprojekt zu erkunden. Dieses wird im Oktober 2015 im Zuge der Alp-Con Cinematour und weiteren nationalen und internationalen Filmfestivals erscheinen.

Kaschmir klingt für viele Leute mysteriös und abenteuerlich. Weder das Internet, noch ein Reiseführer verrät einem die ganze Wahrheit über diesen speziellen Ort. Der Himalaya ist bekannt für seinen extrem trockenen und leichten Curry-Pulverschnee. In Kombination mit den baumlosen, alpinen Zonen im oberen Bereich und den nahezu im Slalom-Kurs gewachsenen Bäumen im unteren Bereich, bietet dieser Schnee eine der besten Skierfahrungen weltweit. Doch in diesem Winter haben sich die Wetterbedingungen gegen FreeRidersLife gestellt. Wir hatten mit wenig Niederschlag, warmen Temperaturen, hoher Lawinengefahr und schlechtem Wetter im alpinen Gelände zu kämpfen.

In den ersten Tagen lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und der Schnee in Gulmarg (2.700 Höhenmeter) war noch gut genug um Spaß auf den Skiern zu haben. Da jedoch die Lawinensituation nicht zuließ, das alpine Gelände in Angriff zu nehmen, verbrachten wir die erste Woche gemeinsam mit den Mountainguides von Kashmir-Heliski in den Wäldern rund um Gulmarg.

Gulmarg liegt am Ende einer Serpentinenstraße, die von Srinagar über 1.000 Höhenmeter durch dichtbewachsene Wälder führt. Zwischen diesen Serpentinen konnten wir einfach mit den Ski den Currypowder befahren, danach ins Auto steigen und uns wieder den Berg nach oben bringen lassen. Die Wälder von Gulmarg reichen teilweise bis auf ca. 4.000 Höhenmeter. Auf dieser Höhe findet man dichte Birkenwälder, die über eine Gondel von Gulmarg bzw. mit Tourenski erreichbar sind.

Aufgrund der Vorfälle zwischen Pakistan und Indien sind auch am Grenzgebirge zu Pakistan indische Militärs stationiert, um die Line of Control zu bewachen. Daher hatten wir teilweise Probleme unsere Ziele am Berg zu erreichen. Die strengen Militärkontrollen brachten bis zu 1,5 Stunden Verzögerung mit sich.

Nichts desto trotz ließen wir uns in den ersten Wochen unseres Aufenthalts in Kaschmir den Spaß nicht nehmen und gaben unser Bestes, um das Kapitel Indien für unser Filmprojekt erfolgreich zu verfilmen.

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